Vorstellung: NetApp Hyper Converged Infrastructure (HCI)

By | 5. Juni 2017

Wie in meinem letzten Beitrag bereits angekündigt, hat NetApp heute seine Hyper Converged Infrastructure kurz HCI veröffentlicht. Und so sieht die Box aus.

Auf vier Höheneinheiten finden wir sowohl Storage als auch Compute Einheiten. Die vier Höheneinheiten leiten sich von der Solidfire Basis ab, welche in der Minimalkonfiguration auch mit vier Nodes daher kommt.

Die Konfigurationen für die HCI Lösung sehen wir hier im Bild. Aus meiner Sicht kann die Medium Variante schon den kompletten Storage und Compute Bedarf eines mittelständischen Unternehmens abdecken. Momentan basiert NetApp HCI noch auf VMWare, doch wir werden in naher Zukunft auch KVM zu Gesicht bekommen. 

Wirklich spannend bei NetApp HCI Lösung ist die Möglichkeit die verschiedenen Nodes zu mixen. Brauche ich also mehr Compute Nodes so kann ich einen freien Slot zu einem Compute Node machen, oder auch einen Storage Node. Das macht NetApp HCI Lösung aus meiner Sicht einzigartig gegenüber anderen HCI Herstellern. NetApp nennt das Ganze dann Balancing.

Das sind bis hier nette Fakten die wir sehen. Compute und Storage zu vereinen haben aber auch schon andere Marktbegleiter gemacht.

Also was macht NetApp HCI so einzigartig?

Zum Einen ist es sicherlich die Möglichkeit Compute Nodes und Storage Nodes zu mixen. Zum Anderen ist es sicherlich die volle Integration in die NetApp DATA FABRIC Welt.

So ist zum Beispiel eine Backup-Integration in CommVault und VEEAM direkt gegeben, der VMWare Site Recovery Manager wird unterstützt, die HCI kann mit NetApp AltaVault in die Cloud gesichert werden, für Archivierung kann ich NetApp Storage GRID nutzen. Für stolze Besitzer einer NetApp FAS, kann die NetApp HCI SnapMirror Sicherungen auf diese vornehmen und das ganze Ding ist auch direkt in das neue SnapCenter 4.0 integrierbar.

Wie funktioniert das Ganze denn nun?

Prinzipiell bekomme ich erst einmal vier Höheneinheiten Compute und Storage in einem NetApp HCI System. Die Systeme sind untereinander per 10 GbE oder 25 GbE verbunden. Als Storage Protokoll wird iSCSI benutzt. Ich bekomme also aus einem NetApp HCI System vorerst Block-Storage präsentiert!  Die Einrichtung des Gesamtsystems, also von Strom anschließen bis ein fertiges vCenter mit VMs dort steht, dauert dank des Assistenten nur 30 Minuten. Nach 30 Minuten habe ich demnach ein funktionsfähiges vSphere Cluster mit Shared Storage und kann beginnen meine VMs darauf zu deployen.

Block Storage über iSCSI? NetApp ist doch Unified Storage!

Ja ja nur Block Storage… Und hier kommt der Clou. Damit ihr aus eurem HCI System auch File-Protokolle sprechen könnt, bietet NetApp die Möglichkeit in der HCI ein oder mehrere ONTAP Select Systeme laufen zu lassen. Darüber könnt ihr aus der HCI File-Protokolle wie CIFS oder NFS bedienen. Sehr geil.

Wie schnell die Inbetriebnahme funktioniert, soll diese Video veranschaulichen:

Was gibt es noch zu sagen?

  • Garantierte Performance für Eure Workloads
    Dies ergibt sich aus der zugrunde liegenden NetApp Solidfire Architektur, welche schon immer IOPS und Latenzen garantieren konnte.
  • NetApps HCI ist SSD only
  • Volle Integration in VMWare vSphere
    Dadurch wird das System zu einem Zero Touch Storage. Ihr müsst euch nicht um das Storage System kümmern, sondern steuert alles aus Eurem vCenter.

Ich hoffe ich konnte euch einen kurzen Einblick über NetApps HCI verschaffen. Am heutigen Tag der Veröffentlichung überschlagen sich meist die Information, daher werde ich in den Nächsten Tagen noch einige Ergänzungen liefern.

Update:

NetApp United Kollege Stefan Renner hat auch darüber geschrieben: https://virtualsyntaxerror.wordpress.com/2017/06/06/netapp-hci-is-here/

 

 

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