Wie eine NetApp Prüfung in Zeiten von Covid-19 entsteht

Von | 2. Mai 2020

In Zeiten von Corona ändert sich einiges. Wurden früher die Subject Matter Experts (SMEs) in die Vereinigten Staaten eingeflogen, um eine Woche lang eine neue NetApp Zertifizierungs-Prüfung in einem Item Development Workshop (IDW) zu erstellen, so müssen wir diese Arbeit nun remote und virtuell leisten.

Dieses Mal ging es um die neuen Prüfungsfragen für den NetApp Certified Implementation Engineer – Data Protection Specialist (kurz NCIE-DP Specialist).

Wie bei jedem IDW müssen wir uns an strenge Vorgaben halten, damit der gesamte Prozess und auch die entwickelten Prüfungsfragen rechtssicher sind. Daher mussten wir alle unsere Webcams eingeschaltet haben und es mussten immer mindestens sechs SMEs anwesend sein.

Unsere Gruppe bestand dieses Mal aus acht SMEs. Wären drei davon gleichzeitig auf die Toilette gegangen, hätten wir den Überprüfungsprozess der Fragen unterbrechen müssen 😉

Eine Besonderheit (neben dem virtuellen IDW) war sicherlich auch, dass wir über vier verschiedene Zeitzonen verteilt waren. Für die Kollegen aus den U.S.A begann der IDW also um 9 Uhr, für einige um 8 Uhr, für die Briten um 14 Uhr und für mich als einziger deutscher um 15 Uhr. Ich brauche euch nicht zu erzählen wie anstrengend es ist, sich nach einem normalen Arbeitstag bis 22 Uhr zu konzentrieren.

Für die Kinder der anderen SMEs war es auf jeden Fall ein Highlight, dass wir SANta Claus mit im Team hatten. Da wurde die ein oder andere Wunschliste geäussert 😉

Was erwartet euch nun im neuen NCIE-DP Specialist?

ONTAP Replizierungstechnologie

  • Funktionsweise der ONTAP Replizierungstechnologie in NetApp Data Fabric beschreiben, einschließlich Snapshot Kopien und SnapMirror Replizierung
  • Funktionsweise von Hochverfügbarkeitskonfigurationen in einem ONTAP Cluster beschreiben
  • Beschreiben, wie eine MetroCluster Konfiguration Business Continuity sicherstellen kann
  • Unterschied zwischen synchroner und asynchroner Replizierung für Applikationen und VM benennen

Planung von ONTAP Datensicherungsimplementierungen

  • ONTAP Datensicherungslösungen in herkömmlichen lokalen Konfigurationen, Private Clouds, Hybrid-Cloud- und Storage-Tiering-Umgebungen benennen
  • Anwendung von ONTAP Richtlinien und Tools demonstrieren: Sizing-Richtlinien, Interoperabilitäts-Matrix-Tool, RPO-Rechner, Rechner für Einsparungen, Hardware Universe
  • Implementierungsschritte für applikations- und virtualisierungsspezifische Workloads beschreiben, einschließlich Snapshot Aufbewahrungsrichtlinien
  • Zwischen einem konsistenten Filesystem und einem applikationskonsistenten Backup unterscheiden
  • Plan zur Wiederherstellung von ONTAP Kundendaten nach einem Ausfall entwerfen
  • Sicherheit in Bezug auf ONTAP Datensicherung implementieren: NetApp Volume Encryption, NetApp Security Encryption, SnapLock, Verschlüsselungsmanagement
  • Planung der ONTAP Datensicherung in der Data-Fabric-Architektur beschreiben

Konfigurieren der Datensicherungssoftware

  • Konfiguration von ONTAP Snapshots, SnapMirror Richtlinien, SnapMirror für SVMs und MetroCluster mit der Befehlszeilenschnittstelle und System Manager beschreiben
  • Tool zum Festlegen von ONTAP basierten Storage- und Planungsrichtlinien benennen

Durchführung von Datensicherungsimplementierungen

  • Backups und Wiederherstellungen von NAS-, SAN-, VM-, Objekt- und Applikationsdaten mit ONTAP demonstrieren
  • Identifizierung und Sicherung nicht geschützter ONTAP Volumes mit Active IQ Unified Manager demonstrieren
  • Verwendung von WorkFlow Automator (WFA) Produkten zur Failover- und Failback-Orchestrierung für Applikations-Server beschreiben
  • Verwendung von SnapCenter als externe Backup-Applikation beschreiben
  • Überprüfung der Aktualität von Jobs für Backup und Replizierung beschreiben
  • Validierung der erfolgreichen Wiederherstellung eines ONTAP Backups demonstrieren

Best Practices

  • Strategien für die Implementierung von ONTAP Datensicherungsprodukten in der Data-Fabric-Architektur unter Einsatz von SnapMirror, MetroCluster, Unified Data Replication (UDP), Netzwerkkomprimierung und Cloud-Backup beschreiben
  • Berechnung der Übertragungszeit auf der Grundlage der verfügbaren Bandbreite des Kunden und der Latenzdistanz für ONTAP Datensicherungsprodukte beschreiben
  • Storage-Effizienz für die ONTAP Datensicherung beschreiben
  • Automationsrichtlinien zum Managen der Volume-Kapazität beschreiben
  • Monitoring- oder Reporting-Techniken für ONTAP Datensicherungslösungen beschreiben

Aus meiner Sicht haben wir es geschafft eine realitätsnahe Prüfung mit einem angemessenen Schwierigkeitsgrad zu erstellen. Dabei haben wir uns auf die aktuellsten ONTAP Versionen bezogen und viele Dinge aus dem täglichen Leben eines NCIE-DP Specialist einfließen lassen.

Wie bei jedem IDW habe auch ich wieder vieles dazu gelernt.

Ich kann euch nur dazu ermutigen die neue Prüfung zum NCIE-DP Specialist abzulegen (NS0-526). Damit zeigt ihr nicht nur, dass ihr euer Handwerk versteht, sondern es gibt euch auch mehr Sicherheit im täglichen Job.

Ihr solltet schon zwischen 6 und 12 Monaten mit NetApp Technologie gearbeitet haben und euch mit den Data Protection Funktionen auskennen. Des Weiteren ist der NCDA eine Voraussetzung für den NCIE-DP.

Ich freue mich auf euer Feedback, wenn die Prüfung in ein paar Wochen live geht und die ersten von euch bestanden haben.

Danke an Alun Griffiths, Ruairi McBride, Chris Maki, Mike Palic, Pedro Couto, TMAC, SANta Claus aka. Steve Botkin und natürlich an die Göttin der Zertifizierung Brandi Einhorn, die diesen tollen IDW ermöglicht hat.

Schöne Grüße und bleibt gesund

DerSchmitz

DISCLAIMER: Dieser Beitrag stellt meine persönlichen Beobachtungen dar und ist nicht offiziell durch NetApp oder andere autorisiert. Fehlinterpretationen oder Missverständnisse vorbehalten.

Kategorie: Netapp

Über DerSchmitz

Teamleiter des NetApp Competence Centers Bechtle Bodensee, Senior Consultant und Blogger aus dem schönen Konstanz am Bodensee. Wenn ich nicht gerade in einem Rechenzentrum herumspringe, berate ich Kunden im IT Infrastruktur-Bereich. Das umfasst Storage, Server, Backup und Cloud-Einbindungen in IT Infrastrukturen. In meiner Freizeit sorge ich mich um meinen eigenen Garten, in dem ich mein eigenes Obst und Gemüse anbaue.

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