NetApp Kubernetes Services On-Prem ein erster Blick

By | 30. August 2019
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Vor einiger Zeit hat NetApp seine Kubernetes Services (NKS) offiziell vorgestellt. Dadurch ist es möglich über eine Weboberfläche, schnell und einfach Kubernetes Dienste in der Cloud bereitzustellen.

Keine Angst dies wird kein weiterer Blog über die „normalen“ Kubernetes Services von NetApp. Da haben sich schon andere Leute die Finger wund geschrieben.

Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige euch, wie NKS On-Prem auf NetApps HCI funktioniert. Also Cloud Dienste in eurem eigenen Rechenzentrum.

Aber warum soll ich native Cloud Dienste wie Kubernetes On-Prem haben wollen?

Ganz einfach. Manche Firmen möchten, dürfen oder können nicht ihre Entwicklungsdaten in „der Cloud“ ablegen und verarbeiten. Oft entsteht eine sogenannte „Schatten-IT“, wenn Entwickler sich dazu entschließen einfach eine Kreditkarte anzugeben um mal eben schnell etwas in der Cloud zu entwickeln. Dies führt dazu, dass die IT Abteilung die Kontrolle über die Infrastruktur verliert und was noch viel Schlimmer ist, die Kontrolle über die Daten, die in die Cloud wandern.

Oder euch sind die Kosten in der public Cloud aus dem Ruder gelaufen und ihr habt nach einer Total Cost of Ownership (TCO) Betrachtung gemerkt, dass NKS On-Prem doch günstiger sein kann. 😉

Wo starte ich mit NKS?

Auf https://nks.netapp.io habt ihr die Möglichkeit euch einen neuen Kubernetes Cluster zu erstellen.

Nachdem ich auf „ADD A CLUSTER“ klicke, bekomme ich eine Auswahl von Anbietern bei denen ich Kubernetes Dienste ausrollen kann. Seit kurzem finde ich hier auch die Möglichkeit ein NetApp HCI auszuwählen.

Aber langsam… Zuerst müssen wir vorab noch ein Bisschen was erledigen.

Bevor wir beginnen…

Bevor wir so richtig durchstarten können müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ihr habt einen aktiven nks.netapp.io Account (90 Tage Demo reichen auch).
  • Euer internes Netzwerk, wo sich eure NetApp HCI befindet, verfügt über einen aktiven DHCP Server. Der DHCP-Bereich darf sich NICHT mit dem Netzsegment 10.32.0.0/12 überschneiden!
  • Die NDE 1.6 ist erfolgreich durchgelaufen.
  • Ihr habt eure NetApp HCI Installation mit Distributed vSwitchen aufgesetzt. (Standard vSwitche sind nicht supported)
  • Der Datastore namens „NetApp-HCI-Datastore-02“ existiert in eurer HCI Umgebung.
  • Das HCI hat direkten Zugriff auf das Internet. (Kein Proxy dazwischen)

Vorbereiten eures NKS Accounts

Als erstes gehen wir in die Einstellungen unseres Profils auf https://nks.netapp.io und klicken auf „Edit Profile“

Im unteren Bereich der Profil-Seite, klicken wir auf ADD Token und lassen einen neuen Token generieren. Diesen kopiert Ihr euch in die Zwischenablage oder in ein Textfile.

(Token nicht mehr existent, nur für Demo-Zwecke erstellt)

Jetzt gehts Los!

In einem Browser surfen wir die IP-Adresse des HCI mNode an. In meinem Fall: https://192.168.178.144 .Es erscheint eine Anmeldemaske vom NetApp Hybrid Cloud Control. Dort müssen wir uns mit den HCI Storage Cluster Anmeldedaten authentifizieren.

Danach haben wir die Auswahl zwischen vier Menüpunkten: Upgrade Installation, Enable Cloud Services, Expand Installation und Monitor Installation. Wir klicken auf „Enable NetApp Cloud Services„.

Nun haben wir die Möglichkeit die NetApp Kubernetes Services zu aktivieren. (Cloud Volumes und Cloud Insight kommen später dieses Jahr). Wir klicken auf „Continue„…

…und müssen nun unseren vorher kopierten Token eintragen und auf Connect klicken.

Glückwunsch! Euer HCI ist hiermit mit den Hybrid Cloud Services von NetApp verbunden. Nund wählen wir die Organisation aus (Durch NetApp vorgegeben) und wählen eine Region aus. (beispielsweise „MeinRZ“)

Nun wählt ihr eurer Datacenter und den Cluster aus. (Dadurch, dass der mNode mit dem vCenter verbunden ist, weiß er welches vCenter ihr für das deployment benutzt)

Als Nächstes wählen wir die Netzwerke aus, die die Kubernetes Services benutzen dürfen. Diese entsprechen den Distributed Switchen, welche die NDE bei der Installation automatisch generiert hat.

Nun haben wir die Möglichkeit unsere Eingaben nochmals zu überprüfen. Und klicken dann auf „Enable Services„.

Bei Fehlern…

Solltet ihr nach diesem Schritt auf einen Fehler stoßen, so lohnt sich der Blick in die Entwicklertools eures Browsers. In meinem Fall Google Chrome.
Hier sehen wir nämlich sehr schön, woran die Einrichtung gescheitert ist. In meinem Fall ist mein NetApp Cloud Central Account abgelaufen. (Der Support ist euer Freund)

Wenn alles gut läuft…

…seht ihr danach einen Fortschrittsbalken. Wie die Beschreibung schon aussagt, dauert dies ca. 30 Minuten.

Im Hintergrund werden in eurem lokalen NetApp HCI vCenter ein paar NKS Nodes ausgerollt.

Einige Minuten später sind die Cloud Services aktiviert.

Die NetApp HCI ist nun für die verwendung von Kubernetes Services vorbereitet. Und ihr könnt in eurem NKS Account loslegen einen Kubernetes Cluster anzulegen.

Anlegen eures ersten NKS Clusters

Zum Anlegen eures ersten Kubernetes Clusters besucht ihr euren NKS Account unter https://nks.netapp.io. Hier wählt ihr nun „Add Cluster“.

Nun wählt ihr NetApp HCI aus

Wie Ihr sehen könnt, wird nun die Region und die Anzahl der Nodes, die auf eurem HCI bereits existieren angezeigt. Ihr lasst erstmal alles auf Default und klickt auf Submit.

Nun könnt ihr eurem Kubernetes Cluster noch eine Namen vergeben und die Netzwerkbereiche die er nutzen soll. Ihr klickt wieder auf Submit.

Und schon wird eurer Kubernetes Cluster auf eurer lokalen NetApp HCI in eurem Datacenter ausgerollt.

Wie sich die NetApp Kubernets Services „anfühlen“ und was ihr alles damit anstellen könnt, beschreibe ich in einem meiner nächsten Blog Posts.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren.

Beste Grüße

DerSchmitz

DISCLAIMER: Dieser Beitrag stellt meine persönlichen Beobachtungen dar und ist nicht offiziell durch NetApp oder andere autorisiert. Fehlinterpretationen oder Missverständnisse vorbehalten.

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About DerSchmitz

Senior Consultant und Blogger aus dem schönen Konstanz am Bodensee. Wenn ich nicht gerade in einem Rechenzentrum herumspringe, berate ich Kunden im IT Infrastruktur-Bereich. Das umfasst Storage, Server, Backup und Cloud-Einbindungen in IT Infrastrukturen. In meiner Freizeit sorge ich mich um meinen eigenen Garten, in dem ich mein eigenes Obst und Gemüse anbaue.

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