Zum Glück ist Anonymous Anonymous…

By | 4. Januar 2012

Seit einigen Monaten macht die Gruppierung Anonymous von sich Reden. Eine lose zusammengewürfelte Gruppierung von Netzaktivisten „kämpft für Recht und Gerechtigkeit“.

Sie stellen sich im Netz und auch in der realen Welt dem „Bösen“. Sei es bei Angriffen auf den Iran oder auf die Neonazi-Szene.

Bisher galten sämtliche Angriffe von Anonymous, in den Augen der Öffentlichkeit, den bösen Konzernen (siehe Sony), „kriminellen“ Staaten, Großbanken, Sicherheitsunternehmen, Nazis, U.S. Bundes Behörden, deutsche Behörden, österreichische Behörden, etc.

Aber Moment. Anonymous greift staatliche Behörden an? JA. Und das alles unter dem Deckmäntelchen des „Robin Hood“, der für die Rechte der Armen und Schwachen eintritt.

Auch die Angriffe auf Unternehmen sind kein Protest mehr, sondern schaden den angegriffenen Unternehmen und damit der Wirtschaft. So nobel die Ziele von Anonymous auch sein mögen, so gefährlich sind sie auch.

Seit Anfang diesen Jahres hat sich Anonymous mit der Rechten-Szene angelegt (siehe Operation Blitzkrieg). Auch hier eine noble Intention, denn niemand von uns will die Ziele und Ideale von NeoNazis tolerieren und oder mit Deutschland in Verbindung gebracht sehen.

Zum Glück ist Anonymous Anonymous. Zum Glück stehen sie (noch) auf der „richtigen“ Seite. Was aber, wenn  einige Mitglieder sich auf die „andere“ Seite stellen? Oder wenn sich plötzlich eine rechte Hackergruppierung bildet?

Werden dann Name und Adressen von Juden, Schwulen, Behinderten und sonstigen, der braunen Brut, unliebsamen Personen veröffentlicht? Wird dann beim Zentralrat der Juden eingebrochen? Werden dann Namen von Spendern für Behindertenheime veröffentlicht? Werden wir normalen Bürger dann plötzlich zu Zielscheiben solcher Hacktivisten?

Wie wir sehr schön am Beispiel Anonymous sehen können, ist unser Rechtsstaat beinahe machtlos gegen eine solch lose gruppierte Organisation.

Daher bleibt nur zu hoffen, dass es eine „rechte Anonymous“ niemals geben wird bzw. eine Gruppierung die nicht mehr für „unsere“ Rechte kämpft sondern dagegen.

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