Willkommen im Urlaub

By | 30. Oktober 2010

Wer des Öfteren mal auf deutschen Autobahnen unterwegs ist weiß, dass auf unseren Straßen „Krieg“ herrscht. Drängler, Raser, Schleicher, langsame LKW, Elefantenrennen, etc.

Nicht genug, dass durch die vorhergenannten unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer etliche Unfälle und damit auch Staus auftreten. Nein die Regierungen der einzelnen Länder und Kreise haben noch etwas ganz besonderes für uns Autofahrer auf Lager.

Die Baustellen… pünktlich zum Wochenend bzw. Ferienverkehr sprießen diese wie Unkraut aus dem Boden. Auf der Strecke aus dem Ruhrgebiet bis zum Bodensee, habe ich nicht weniger als 16 Baustellen. Und nicht mal eben ein paar hundert Meter lang, nein es müssen immer direkt Kilometerlange Baustellen sein, durch die man sich durchquälen muss.

Vor der Baustelle darf man sich erst mal brav anstellen (in meinem Fall 6 Kilometer vor der Baustelle bei Bad Camberg A3), dann kommen gähnend lange 10-15 Kilometer Baustelle, durch die man mit 60 – 80 Km/h durchschleicht.

Auf dieser knapp 600 Km langen Strecke, die ich hinter mich bringen wollte, kostet so eine Baustelle eine gute halbe bis Dreiviertelstunde. Ganz zu schweigen vom emotionalen Stress, den man automatisch hat, wenn man zwischen Betonwand links und LKW rechts über 10 Kilometer „eingeklemmt“ ist.

Dann endlich aus der Baustelle raus, ein paar Kilometer freie Fahrt bis zum Mönchhofer Dreieck. In Gedanken verloren und froh endlich freie Fahrt zu haben, nicht auf die Geschwindigkeitsbregenzung geachtet und *Blitz* (Willkommen in Hessen, hier begrüßen wir die lieben Autofahrer mit einem persönlichen Foto) . Ich hoffe nur, dass ich nicht zu schnell war. (Weiß einer welche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Abbiegespur zur A67 im Mönchhofer Dreieck gilt?)

Aus dieser Autofahrt ziehe ich folgende Schlussfolgerungen:

1. Das offizielle Zeichen für Ferienzeit ist:

2. Das offizielle Zeichen für „Willkommen in Hessen“ ist:

Mir drängt sich ja schon irgendwie der Gedanke auf, dass hinter Baustellen und Radarfallen ein geschickt kombiniertes System steckt. „Zuerst kochen wir die Autofahrer mit Baustellen und den dadurch verbunden Staus weich, bis sie total entnervt und unkonzentriert sind und wenn sie dann glauben, sie seien frei und können jetzt wieder schneller fahren, zocken wir die mit Radarfallen ab“. Reichen euch meine KFZ-Steuern nicht? Reicht euch die Ökosteuer nicht? Reichen euch meine restlichen Steuern nicht? Was machen die Städte, Länder und Kommunen mit dem Geld?

Auf einem 2-Spurigen Autobahnzubringer mit absolut geringem Verkehrsaufkommen zu „blitzen“ hat nichts mehr mit Verkehrssicherheit oder Verkehrserziehung zu tun. DAS IST ABZOCKE!

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