Zeitungsverschwörung

By | 25. Oktober 2009

Vor 3 Wochen hatte ich bemerkt, dass das Lesen von Online Nachrichten zwar bequem  ist aber auch irgendwie nicht diesen gewissen Reiz hat. Also abonnierte ich die WELT am Sonntag. Wie in der Werbung versprochen war die Zeitung auch pünktlich zum Frühstück im Briefkasten.

Da aber alleine zu Hause sitzen und Zeitung lesen ziemlich öde ist, hat sich in den letzten 3 Wochen ein kleines Ritual entwickelt. Sonntags 08.00 Uhr aufstehen, 1. Kaffee trinken,  Nachrichten im Fernsehen gucken, zum Briefkasten schlürfen und Welt am Sonntag rausholen. Danach die ersten Leitartikel aus der Welt am Sonntag lesen, duschen gehen, anziehen und nach Düsseldorf auf die Kö fahren.

Auf der Kö, dann ins Starbucks setzen und die nächsten 3-4 Stunden die Welt am Sonntag studieren. Dabei musste ich feststellen, dass verdammt viele Singlemänner auch Sonntagsvormittags einfach nur dort alleine sitzen und dumm durch die Gegend gucken. Ich hab mich damit getröstet, dass ich wenigstens Zeitung lese 😉

Heute der Schock! Anstelle der „Welt am Sonntag“ hatte ich die „BILD am Sonntag“ im Briefkasten!!! Hallo??? Geht’s noch??? Hat der Verlag Angst, dass ich zu „intellektuell“ werde ? Stelle mir gerade vor, wie irgendwo eine Alarmlampe angeht: „Achtung jemand aus dem Ruhrpott liest Welt am Sonntag“, „Gegenmaßnahmen einleiten“, „Politische Bildung muss unterbunden werden“, „Beginne mit Aussendung von BILD am Sonntag“!

Natürlich hat jede Zeitung ihre Daseinsberechtigung, aber BILD ist dann doch zu leichte Kost.

Hoffen wir mal, dass der Zeitungsbote nächsten Sonntag nicht wieder in die falsche Tasche greift. Hab mir dann die „Welt am Sonntag“ an der Tankstelle gekauft und bin wieder zur Kö gefahren.

Mittlerweile weiß ich auch, warum man sich früher die Zeitung bügeln lies bevor man sie las. Nach 3 Stunden Zeitung blättern hat man sonst einen hübschen schwarzen Film an den Fingern.

Category: Persönliches

About DerSchmitz

Systems Engineer, Consultant und Blogger aus dem schönen Konstanz am Bodensee. Wenn ich nicht gerade in einem Rechenzentrum herumspringe, berate ich Kunden im IT Infrastruktur-Bereich. Das umfasst Storage, Server, Backup und Cloud-Einbindungen in IT Infrastrukturen. In meiner Freizeit sorge ich mich um meinen eigenen Garten, in dem ich mein eigenes Obst und Gemüse anbaue.

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