Der Golfsport und Ich

By | 1. August 2009

Ich habe von meinen Eltern einen Golfkurs zum Geburtstag geschenkt bekommen. Um genau zu sein einen Platzreifekurs. Nachdem ich nun die ersten zwei Golfstunden hatte, habe ich nun die Kraft gefunden auch mal darüber zu berichten (erste Lektion: Man kann Muskelkater in den Fingern bekommen). 01082009112

Wir sind eine Gruppe von 7 Leuten, eine Familie (Vater, Mutter, Kind) , 3 Damen mittleren Alters und meine Wenigkeit. Gruppenkurse sind ne feine Sache, denn man ist nicht der einzige Depp der sich zum Affen macht bei dem Versuch ein kleines Bällchen in ein Loch zu befördern.

Angefangen hat unser Kurs mit dem „Putten“, also dem Spiel auf dem „Green“ bei dem man Minigolfartig versucht mit möglichst wenig Schlägen den Ball ins Loch zu bringen. „Putten“ ist ne schöne einfache Sache: Fähnchen anvisieren, Schläger bzw. die Schlagfläche im rechten Winkel darauf ausrichten und mit Gefühl schlagen. Im Idealfall kullert das Bällchen mit nur einem Schlag ins Loch. Meistens braucht man aber mehr Schläge. War sogar richtig gut und hab es mit 2 Schlägen geschafft.

Danach gings auf die „Drivin Range“. Da wird scharf geschossen. Man steht also auf einem Kunstrasen legt das Bällchen auf einen kleinen Gummiplömpel und schlägt den Ball „einfach“ so weit wie möglich. Das war meine bisherige Vorstellung von Golfen „Einfach draufhauen“ und gucken wo der Ball nen Krater hinterlässt, denn man hat ja selbst sowie den härtesten Schlag und jeder Ball von einem ist per Definition eine absolute Granate mit dem Potential einen Krieg zwischen zwei Ländern zu beenden und dabei eine Wüste der Vernichtung zu hinterlassen.

Mein erster Ball war, um weiter das Bild der Granate zu verwenden, ein Sylvesterknaller der Kategorie Ladycracker und legte auf seinem Weg der absoluten Verwüstung glatte 50cm zurück. So viel zu mal eben drauf hauen. Wenn man den Schläger nicht richtig greift, nicht den richtigen Schwung und die richtige Haltung zum Ball hat wird nämlich aus so einem trivialen „Ball weg schlagen“ ein nervenaufreibender und kraftraubender Akt der Verzweiflung.

Mit dem richtigen Griff, genug Ruhe und Konzentration habe ich es dann an diesem Tag geschafft über 100 m weit zu schlagen. Das macht dann richtig Spaß und erinnert dann schon eher an die Begrifflichkeit „Granate“. Bis man die Langjährigen Golfer neben sich stehen sieht und die Schlagen mal eben 200m weit. Was solls bin ja noch ein Anfänger (in der Golfersprache Rabbit genannt).

Da ich schon nach der zweite Stunde gemerkt habe, warum die Golfer alle diese „lächerlichen“ Handschuhe tragen, bin ich heute losgezogen und hab mir auch so ein Utensil besorgt. Denn: Durch den komischen und ungewohnten Griff mit dem man den Golfschläger hält passiert es recht schnell, dass man sich das Nagelbett an den Fingern aufreisst.

Ich fuhr also in das Sportgeschäft meines Vertrauens und wollte dort einen Golfhandschuh kaufen. Leider ein Fehlschlag. Also ab zum nächsten Sportgeschäft. Auch ein Fehlschlag. So gings mir in den nächsten 3 Sportgeschäften in Oberhausen, nirgends gabs Golf-Zubehör.

Ergo ab nach Düsseldorf „Die Stadt der Schönen und Reichen“ und dort wurde ich dann fündig. Genau genommen im Golf House. Gute Beratung freundlichen Personal und große Auswahl. Habe mich dann für den „Callaway Big Bertha Diabolo entschieden.01082009113

Mit dieser Errungenschafft machte ich mich auch gleich auf den Weg zur Driving Range um meinen neunen Wunderhandschuh zu testen. Schläger geliehen, 50 Bällchen geholt und los ging der Spaß. Meine neuen „Big Bertha Diabolo“ Handschuhe passen gut, sehen gut aus und tragen maßgeblich nicht dazu bei, dass man besser spielt.

Die Einzige Assoziation die man nun zwischen Big Bertha Diabolo und dem Handschuh ziehen könnte wäre: Mit großem Wums , Höllisch schlecht gespielt!

Es war so als hätte ich nie zuvor einen Golfschläger in der Hand gehabt. Naja probieren wir es morgen nochmal. Es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.01082009114

Und die coole Uhr nehm ich auch. Einmal zum Mitnehmen bitte!
„Was kost die Welt?, wie so viel?, dann nehm ich doch nur ne Cola“

One thought on “Der Golfsport und Ich

  1. rebel

    Lustiger Artikel,

    man glaubt sich selber wieder spielen zu sehen 😉
    Ich drück dir mal die Daumen für deinePrüfung.

    bis denne
    rebel

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.