Imbissbuden-Deutsch

By | 13. Juni 2009

Es war mal wieder soweit. Frisör Besuch. Nachdem ich nach 30 Minuten Parkplatzsuche im Centro-Parkhaus auf dem obersten Parkdeck einen Parkplatz gefunden hatte ging ich Richtung Parkhaus-Treppenhaus mit angrenzendem Aufzug (Aufzug laut Allgemeinwissen: Eine kleine Kabine in oder an einem Gebäude, welches Personen in der vertikalen Ebene automatisch befördert)

An mir rannte ein Trupp Kinder vorbei. Vermutlich eine Fußballmannschaft, alle hatten Trikots an, sammelten sich vor dem Aufzug und einer schrie hüpfend und wild gestikulierend quer über das Parkdeck zu der Begleitperson: „Fahren wir Treppe ?, fahren wir Treppe?“ Hallo? Das ist ein Aufzug! „Fahren wir Treppe?“ ts ts ts. Die Begleitperson antwortete ganz trocken: „Nein wir sind ein Sportverein, wir gehen die Treppe runter“. Lernen die Kinder kein Deutsch mehr in der Schule?

Aber damit noch nicht genug. Beim Frisör angekommen, platz genommen, Haare wurden mir geschnitten, da platzt es aus der Frisörin heraus: „Gehste Kirmes?“  Sie meinte mich und wollte wissen ob ich auf die Fronleichnamskirmes in Oberhausen gehe. Und da war mir klar, dass das Prinzip „Subjekt Prädikat Objekt“ wohl schon länger nicht mehr an unseren Schulen gelehrt wird. Hab dann auch einfach darüber weggesehen, dass mich die Dame einfach gedutst hat. Ist eh Hopfen und Malz verloren.

In diesem Sinne: „Ich bin dat Schaschlik, er ist die Pommes aber Pils simma beide“ 😉

2 thoughts on “Imbissbuden-Deutsch

  1. hang_loose_copywriting

    Hömma, dat is doch Lokalkolorit. In Bayern heißt es auch „das Monat“ und „der Butter“ und keiner stört sich dran.

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  2. datgosch

    Wobei hier auch der Unterschied zwischen sympathischem Alltags-Pott und der Dummheit irgendwelcher Rotzblagen nicht außer Acht gelassen werden sollte …

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