Die liebe Agentur für Arbeit

By | 28. Februar 2009

Da ich in der Glücklichen Lage bin einen festen Job zu haben, schockierte mich folgende Geschichte eines Bekannten doch sehr. Mir war bisher nicht bewusst, wie schlimm es mit der Arbeits-Situation in Deutschland tatsächlich aussieht. Die Ignoranz der Arbeitsagenturmitarbeiter war mir bis Dato ebenso kein Begriff, wie die Dreistigkeit der Selben. Doch nun zur Geschichte:

Einleitung:
Ein Bekannter bekam einen Job in der IT-Branche im Ruhrgebiet und zog dafür aus einem 800 Km weit entfernten Ort ins Ruhrgebiet. In diesem Job arbeitete er 1,5 Jahre lang bis er (aus hahnebüchenden Gründen) fristlos gekündigt wurde.

Hauptteil:
Nun arbeitslos, begab sich mein Bekannter zum Arbeitsamt um sich dort als Arbeitslos zu melden. Er begann sofort mit dem Schreiben von Bewerbungen an ca. 80 Unternehmen im Ruhrgebiet und Umgebung um schnellst möglich wieder einen Job zu bekommen. Leider bekam er keine Vorstellungsgespräche, da die meisten Unternehmen auf Grund der „Wirtschaftskrise“ momentan einen Einstellungsstopp verordnet haben.

Nun ist, nach meiner Erkenntniss, jeder beim Arbeitsamt gemeldete auch verpflichtet Stellenangebote vom Arbeitsamt anzunehmen, oder das Arbeitsamt stellt seine Leistungen ein.

Besagter Bekannter wohnt in einer durchschnittlichen 60qm Wohnung, fährt einen Kleinwagen als Auto und hat die Üblichen monatlichen Belastungen wie Telefon, Internet, Fernsehen, etc.

Also alles Dinge, die man mit einem durchschnittlichen Gehalt locker bewältigen kann und wo vielleicht am Monatsende noch etwas übrig bleibt.

Nun bekam mein bekannter vom Arbeitsamt eine Stelle in Köln angeboten (90km Entfernt von seinem Wohnort). Dort würde er 490 € Netto verdienen. Auf den einwand, dass ja alleine die Spritkosten schon gut 300 € im Monat ausmachen würden, reagierte die liebe Agentur für Arbeit mit dem Hinweis, man könne ja auch für 200 € monatlich mit der Bahn fahren. 

Der Einwand, dass die vor 1,5 Jahren bezogene Wohnung 350€  kostet, wiegelte die Agentur für Arbeit mit dem Kommentar ab „Dann ziehen Sie in eine Wohnung in ******** die kostet 90 €“ (Anmerkung: Die Gegend wo mein Bekannter hinziehen soll, erfordert einen Waffenschein und eine gratis Pistole zum Einzug)

Seine Freundin, die mit ihm zusammen wohnt, solle laut Arbeitsagentur wieder zu Ihren Eltern ziehen, da Sie da ja noch gemeldet ist. (Ja nee is klar)

Schluß:
….. wir werden sehen, was draus wird.

 

Ich finde das unfassbar und musste das hier einfach mal bloggen, weil ich ziemlich erschrocken bin über die Art und weise, wie mit Menschen umgegangen wird nur um sieaus der Arbeitslosen Statistik heraus zu bekommen.

Liebe Politiker, bitte verteilt noch mehr Geld an die Wirtschaft und an alle, die sich auf unserem Sozial System ausruhen.

P.S.: Wenn jemand nen Job für einen Windows Systemadministrator hat, dann bitte bei mir melden, stelle dann einen Kontakt her 🙂

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